ätherische Öle – Esoterik für Einsteiger

Als ich klein war hat meine Mutter manchmal zwei geheime Tröpfchen ins Putzwasser geträufelt. Auf dem Nachttisch stand eine kleine Laterne, in die sie verschiedenste Substanzen träufelte. „Wenn man nur so wenig davon nutzt, dann kann man sich das doch auch sparen!“ dachte ich. Erst später verstand ich, dass der wunderbare Duft seinen Ursprung in diesen zwei kleinen Tropfen hatte.

Ätherische Öle waren mir also schon immer ein Begriff und sie zu nutzen auch immer etwas Gewöhnliches. Zuhause habe ich einen kleinen Duftstein und meinen Lieblingsduft nutze ich für selbstgemachte Shampoos und Deos.
Doch wie sieht es abseits der Nutzung als reine Duftnote aus?

Gedanken zur Wirkung von ätherischen Ölen

Dass ätherische Öle nicht nur gut riechen, sondern auch jedes eine eigene Wirkung hat schien mir im ersten Moment schleierhaft. Ein Duft der Infektionen lindert? Ein Duft gegen Depressionen oder gegen Übelkeit?
„Hier, nimm ne Nase voll, das macht dir gute Laune“ – oder wie?

Tatsächlich nennt sich das ganze im professionellen Bereich Aromatherapie und eingesetzt wird das mittlerweile sogar schon von ersten Kliniken. Und wenn man sich da eine Weile einliest macht das ganze sogar Sinn: Pflanzen helfen bei kleinen Wehwehchen, da sind wir uns sicher einig? Oder wer von euch hat noch nie Ingwertee bei Halsschmerzen versucht?

Ätherische Öle werden nun auf verschiedene Arten gewonnen, wichtig ist jedoch immer den Wirkstoff der jeweiligen Pflanze zu gewinnen. Das Ergebnis ist also eine verdammt hoch konzentrierte Flasche voller Wirkstoff!

Übersicht über verschiedene Öle

So gibt es Öle, die antibakteriell wirken wie Eukalyptus, Ingwer, Lavendel, Minze, Teebaum, Salbei, Zitrone und und und. Eine antivirale Wirkung haben beispielsweise Sandelholz, Teebaum, Zimt und Eukalyptus.

Manche Öle wirken belebend wie Bergamotte, Rosmarin oder Mandarine. Andere hingegen entspannen und wirken beruhigend wie Lavendel oder Muskatellersalbei.

Ingwer wirkt gegen Reiseübelkeit, reguliert die Verdauung während Bergamotte Mücken fern hält oder Rosmarin die Konzentration fördert.

Die Liste geht unendlich lange weiter.

Eigene Erfahrungen mit ätherischen Ölen

Während ich anfangs lediglich ein paar Kosmetika mit ätherischen Ölen verfeinert habe, fing ich schnell an auch mit der Wirkung der Öle zu experimentieren. Beim Lernen träufelte ich beispielsweise wenige Tropfen Rosmarin-Öl auf meinen Duftstein. An einem dunklen Wintertag gerne auch mal Jasmin, das die Sinne animieren soll. Vielleicht war es meine Euphorie über die neu gewonnen Erkenntnisse, aber mir ging es wirklich gut!

Besonders einschlägige Ereignisse hatte ich dann vor kurzem direkt zwei.

Ich hatte eine leichte Erkältung, Nase zu, Kopf zu, das Übliche eben. Das zog sich über ein paar Tage und es wurde immer schlimmer, bis ich eines Abends beim Einschlafen plötzlich einen Panikanfall bekommen habe, weil ich fürchtete zu ersticken. Meine Nase war komplett zu, mein Hals fühlte sich angeschwollen an… Die Lösung? Ein Tropfen Minzöl unter meiner Nase. (Zugegeben, eine Kopfmassage habe ich auch noch bekommen, aber das Öl half wirklich Wunder!)
Meine Panik verflog relativ schnell und ich bin in der Nacht nur zwei Mal aufgewacht.

Ein paar Wochen später hatte ein lieber Mensch aus meinem nahen Umfeld einen Migräne-Anfall. Schlimme Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, er konnte kaum noch stehen und sah wirklich schlimm aus. Aus ein paar ätherischen Ölen und einem Basisöl habe ich im Handumdrehen ein Massageöl gezaubert, mit dem ich ihm den Nacken einmassiert habe. Er konnte wahnsinnig schnell einschlafen und danach ging es ihm wesentlich besser.

Anwendungsmöglichkeiten

Verwenden kannst du ätherische Öle in Duftlampen oder Duftsteinen. Als Massage- oder Körperöl indem du das ätherische Öl mit Basisöl mischst (2 EL Jojoba-Öl und wenige Tropfen ätherisches Öl).

Kompressen helfen manchmal wunder, gerade bei Menstruationsbeschwerden oder emotionalen Problemen.

Meine kleine Öl-Apotheke

Und genau deswegen liebe ich meine kleine Öl-Sammlung so sehr. Viele Öle sind in Kombination oder auch alleine in verschiedenen Situationen anwendbar. Ich habe das Gefühl für so vieles gewappnet zu sein und mir selbst helfen zu können. Ganz ohne Apotheke oder Arztbesuch. (Da steh ich nämlich gar nicht drauf.)

Ja, es gibt wahnsinnig viele Öle und da durchzublicken ist echt viel verlangt. Aber mit nur ein paar wenigen Ölen kannst du dir schon eine kleine Öl-Apotheke zusammenstellen.

Ich empfehle: 

  • unbedingt eine Zitrusfrucht. Am besten Limette, oder auch Zitrone
  • Teebaumöl. Nutze ich für mein Deo, Zahnpasta, Mundspülung, gegen Hautunreinheiten, zum Pflegen von Pierecings und und und
  • Minzöl. Ein MUSS. Toll in Mundspülungen, hilft aber auch gegen Kopfschmerz, oder viele viele andere Beschwerden
  • Lavendel. Als beruhigendes Öl
  • z.B. Rosmarin. Als aufmunterndes Öl. Fördert die Konzentration und reguliert die Talgbildung. Achtung! regt auch den Blutdruck an

Meine Sammlung umfasst aktuell 11 Öle. Es kann natürlich sein, dass deine Bedürfnisse ganz andere sind und du daher andere Öle brauchst. Aber die genannte Mischung finde ich toll und ich komme super damit zurecht. Wichtig ist natürlich auch, dass dir der Geruch zusagt.

Bitte beachtet, dass sich meine Erfahrungen ausschließlich auf 100% ätherische Öle bezieht. Achtet beim Kauf auf eine gute Qualität, denn diese ist gesetzlich leider nicht geregelt. Empfehlen kann ich Primavera.

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